Thomas Marwein besichtigt Grundschule am Krähenäckerle in Gengenbach

Auf Einladung der Elternratsbeisitzenden Ann-Katrin Sester und Kerstin Weißenbach besuchte Thomas Marwein, Offenburger Landtagsabgeordneter und Lärmschutzbeauftragter der Landesregierung, kürzlich die Grundschule am Krähenäckerle in Gengenbach. Das Anliegen der Elternvertreterinnen: Die Lautstärke im Sportunterricht in der Turn- und Gymnastikhalle der Grundschule erreichen laut einer Lärmpegelmessung während verschiedener Unterrichtssituationen 70-90 dB, in der Spitze sogar kurzfristig bis zu 96 dB. Insbesondere für lärmempfindliche Kinder, aber auch für die Lehrkräfte, sehen Sester und Weißenbach hierin eine unzumutbare Belastung. In der Stellungnahme des BBZ Stegen (sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Hören) zu den Lärmpegelmessungen heißt es: „Ist man solchen Lärmpegeln über längere Zeit ausgesetzt, wie es etwa Sportlehrer sind, sind Gehörschäden möglich. Auf Baustellen würde man bei solchen Lautstärken Gehörschutz tragen müssen“.

Für seine Einschätzung der Problematik besichtigte Thomas Marwein gemeinsam mit Bürgermeister Thorsten Erny, Grundschulrektor Ulrich Fischer, Georg Buß vom Bauamt sowie Ann-Katrin Sester und Lehrerin Birgit Matzke die betroffene Turnhalle. Angesichts der gemessenen dB-Werte sprach Marwein von „eklatanten Akustikproblemen“, obgleich es sich nicht um ein klassisches Lärmschutzthema handele. Technische Lösungen wie die Anbringung schalldämmender Materialien an den Wänden oder der Decke der Halle würden zu einer spürbaren Schallminderung führen. Im Flur der Schule sind die akustischen Probleme ebenso vorhanden. Marwein verwies auf ein erfolgreiches Sanierungsprojekt, über das er sich kürzlich an einer Schule in Nagold informiert hatte.

Bislang können solche Maßnahmen jedoch nicht vom Land gefördert werden. Thomas Marwein setzt sich dafür ein, dass in der nächsten Wahlperiode ein entsprechender Fördertopf für die Sanierung von Schallschutzproblemen an Schulen und Kindergärten eingerichtet wird. „Schließlich geht es um die Gesundheit von Mitarbeitenden und Kindern“, so der Abgeordnete. 


Sester und Weißenbach planen derweil, sich zur Unterstützung des Vorhabens an den Gemeinderat zu wenden. Darüber hinaus wollen die beiden Elternvertreterinnen an den Landeselternbeirat der Grundschulen in Baden-Württemberg schreiben, um dem Problem der schlechten Akustik in alten Schulgebäuden mehr Öffentlichkeit zu geben.